Noch mehr Maschen und Tricks

Rat suchen: Vermutlich erkennt St. Schnorrer Menschen mit Helfersyndrom ziemlich schnell. Mit Bedacht schildert er einen kleinen Teil seines aktuellen Problems und überlässt es seinem Gesprächspartner, die "richtigen" Schlüsse zu ziehen.

Fallbeispiel: Er finde seine Bancomat-Karte nicht mehr, wisse nicht, wo er sie liegen gelassen habe. Man möchte gerne helfen und fragt zurück, wann er sie denn zum letzten Mal gebraucht habe. Durch solches Fragen und Antworten kommt man langsam zum Schluss, dass sich wohl wirklich Kollege xy die Karte angeeignet habe, was eigentlich gar nicht möglich sein könne, weil dieser so vertrauens- würdig sei. Ja, doch, der Kollege sei schon verschiedentlich dabei gewesen, wenn er Geld vom Bancomaten bezogen habe; es könne gut sein, dass er dabei den Code gesehen habe. Der Gesprächs- partner besteht darauf, dass er seine Karte umgehend sperren lassen müsse, sucht ihm sogar noch die Telefonnummer heraus.
Wer aufmerksam gelesen hat, weiss genau: Jetzt kommt die Masche mit dem Handy! Und man hört mit, wie der Lügenbaron am Telefon einige persönliche Daten bekanntgibt und dann entsetzt ausruft, das dürfe doch nicht wahr sein, so viel Geld (Betrag nach Belieben) sei in den letzten zwei Tagen abgehoben worden, wenn er doch nur vorher bemerkt hätte, dass die Karte weg sei. Ja bitte, sperren Sie die Karte sofort!

Genau darauf ist auch Vindicta hereingefallen und hat St. Schnorrer am 29.11.2009 500 Franken geliehen, damit er die Zeit bis zum Erhalt der neuen Karte überbrücken kann. Sie hat sogar noch auf das angebotene "schriftlich machen" verzichtet.
Am 5.3.2010, also nach mehr als drei Monaten und nachdem diese website seit einer Woche online steht, hat Vindicta ihre
500 Franken zurückerhalten. Wunder dauern oft etwas länger!


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