Maschen und Tricks

Telefonate: Sei es mitten im Gespräch oder mitten in der Nacht, von einer Sekunde auf die andere springt St. Schnorrer wie von der Tarantel gestochen auf und klaubt sein Handy aus der Jeanstasche. Höflich begibt er sich etwas zur Seite, um das vermeintlich eingehende Telefonat entgegenzunehmen, aber nie weit genug weg, als dass man nicht mehr verstehen könnte, was er selber sagt.
Dieses Vorgehen kann er problemlos mehrfach hintereinander wieder- holen und beim dritten Gespräch auch mal gehörig mit dem Anrufer, z.B. dem ach so fordernden Götti, über die ständigen Störungen schimpfen. Auf die geschilderte Weise täuscht er auch Gespräche mit Anwalt, Bank oder Kollegen vor.
Vindicta ist inzwischen davon überzeugt, dass kaum eines der so "mitgehörten" Telefonate wirklich stattgefunden hat.
Kollegen vorschieben: Egal, was schief gelaufen ist, schuld ist immer der (beste) Kollege, der ihn gerade masslos enttäuscht hat, sei es, weil derjenige irgendeine wichtigste Arbeit nicht erledigt oder aber einen mega- wichtigen Termin verschlampt hat.
Ein anderer (bester) Kollege, den er schon aus Kindheitstagen kennt, muss als Geldbote hinhalten, dem er den geschuldeten Betrag zum Überbringen anvertraut habe. Je nach Situation bezichtigt St. Schnorrer den Schuldner der Lüge oder gibt vor, er sei vom Geldboten schamlos hintergangen worden.
Schusseligkeit: Ob St. Schnorrer diese nur ausgezeichnet schauspielert oder ob er wirklich so zerstreut ist, hilfreich ist es auf jeden Fall, dass er immer wieder etwas liegen lässt oder verliert. Auf diese Weise erscheint er sehr glaubwürdig, wenn er behauptet, er habe sein Portemonnaie bei xy liegen lassen oder seine Bankkarte verloren.
Auf der nächsten Seite ein Fallbeispiel dazu.


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